Bei erneuten Gefechten zwischen regimetreuen Truppen und Rebellen sind Anfang der Woche in der Hauptstadt Sanaa dutzende Menschen getötet und sehr viele verletzt worden. Erstaunlich ist dabei der Umstand, dass die Rebellen etwa 300 Regimetreue verhaften konnten. Die erwartete Machtübertragung von Präsident Saleh an den Generalmajor Hadi soll die Bevölkerung und die Rebellen beschwichtigen, tut es aber nicht.
Burundi – Gefechte
Bei Schießereien zwischen Regierungstruppen und Oppositionellen sind Anfang der Woche mindestens 18 Rebellen getötet worden. Die Auseinandersetzungen nehmen seit der Wahl 2010 zu. Es gibt von Regierungsseite bereits Befürchtungen, dass es zu einem landesweiten Aufstand kommt. Die kurze Zeit der Stabilität, seit dem der zwei Jahrzehnte andauernde Bürgerkrieg durch Eintritt der Hutu-Rebellen in die Regierung beendet wurde, dürfte jedenfalls vorüber sein.
Kolumbien – FARC
Die kolumbianische Armee hat nach eigenen Angaben den Radiosender «Stimme des Widerstandes» der FARC stillgelegt. Der Sender stand in einem ländlichen Gebiet im der Provinz Meta im Osten des Landes und war mit über 60 Sprengsätzen gesichert. Ob es Gefechte gab blieb unklar. Derweil hat der neue Chef der FARC, Timochenko, in seiner ersten Nachricht Präsident Santos gedroht: „… wir alle müssen sterben, Santos, jeder von uns …“ Was das konkret bedeutet durften drei Soldaten der kolumbianischen Armee erfahren, die in ein Minenfeld latschten. Ein Polizist wurde an einer Straßensperre der FARC schwer verletzt und bei einem Gefecht in der Gemeinde Tuquerres wurde ein Guerrillero getötet und ein Polizist schwer verletzt. Hugo Chavez, selbsternannter Revolutionär, Erfinder des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ und Diktator von Venezuela, hat unterdessen seinen Freunden in der kolumbianischen Regierung Unterstützung bei der Jagd auf Timochenko zugesagt.
Somalia – Israel unterstützt kenianische Invasion
Der Bitte des kenianischen Ministerpräsidenten Raila Odinga nach Unterstützung gegen die, der Al-Qaida nahestehenden, al-Shabab-Milizen kommen die Israelis wohl nach. Der israelische Präsident Shimon Peres sagte, man werde Kenia mit allem was sie in ihrem Kampf gegen al-Shabab brauchen unterstützen. Unterdessen haben die Milizen der kenianischen Armee, die seit etwa einem Monat in Somalia sind, schwere Verluste zugefügt. Kenia hatte Somalia mit der Begründung überfallen, dass die al-Shabab-Milizen Separatisten in Kenias Norden unterstützen würden. Auch die USA sind in dem Konflikt, vor allem mit bewaffneten Drohnen und Agenten, aktiv.
Philippinen – Hillary nicht willkommen
Hunderte haben in der Hauptstadt Manila gegen den Besuch der US-Außenministerin Hillary Clinton protestiert. Anlass des Besuchs ist der 60. Jahrestag der Unterzeichnung eines Vertrages, der die Philippinen zu einem Militärstützpunkt des US-Imperialismus machte. Die Demonstranten forderten, dass die USA sich aus ihren inneren Angelegenheiten heraus halten sollen. Sie richteten sich auch gegen eine verstärkte Präsenz der USA in der Region.
Athen – Brandanschlag
Im Zentrum Athens ist ein Brandanschlag auf das Büro der griechischen Vize-Außenministerin Mariliza Xenogiannakopoulou verübt worden. Verletzt wurde dabei niemand, es sind jedoch erhebliche Sachschäden entstanden.
Weiterhin gibt es im Zentrum Athens schon jetzt Straßenschlachten in Bezug auf den bevorstehenden nationalen Feiertag, den 17. November, dem Tag, an dem die Militär-Junta gestürtzt wurde.
China – Land und Leben
Vor ca. zwei Jahren haben einige Familien mit dem Staat eine Abmachung ausgehandelt, wonach sie für das Verlassen ihrer Häuser eine Entschädigung von 200.00 Luan (über 30.000$) bekommen sollten um sich ein neues Leben aufzubauen. Dieses Geld wurde niemals gezahlt. Wang Linger wollte sich dieses Geld holen und bekam nur ein Stück Papier und die Aufforderung einige Tage später wieder in die Behörde zu kommen. Jetzt wurde er gehängt und mit gebrochenen Beinen aufgefunden. Angehörige forderten Aufklärung, aber keiner wollte mit ihnen sprechen. Also brachten sie die Leiche zu einem Büro der Regierung. Daraufhin erschienen 200-300 Polizisten und nahmen den Leichnam mit. Der Bruder des Toten vermutet, dass die Ermordung von Wang vertuscht werden soll.
Im Süden Chinas ist es zu Unruhen gekommen, weil ein Beamter Land verkauft hat und keine Kompensationszahlungen an die Bewohner gezahlt hat. Mit Steinen und Knüppeln bewaffnet stürmten die aufgebrachten Dorfbewohner den Jinrui Industrie Park in der Stadt Xiaolan. Sie plünderten und zerstörten die Gebäude.
Ägypten – Blogger im Knast
Die Militär-Junta, die das Resultat des arabischen Frühlings in Ägypten ist, führt ihre Linie der harten Hand fort. Mehr als 12.000 Zivilisten standen bisher vor den Militärgerichten. Die Bekanntesten sind die Blogger Alaa Abd El-Fattah und Mikel Nabil, die nach einer neuen Entscheidung weiterhin in Haft bleiben müssen. In der Hauptstadt Kairo hat am Wochenende darum eine Demonstration stattgefunden. Die hunderten, vorwiegend jungen, Leute forderten ein Ende der Militärgerichte und die Freilassung der Blogger. Sie riefen dabei den Slogan der „Revolution“: „Brot, Freiheit, soziale Gerechtigkeit!“
Palästina – Gut geantwortet
Dienstag war Israels Military Chief of Staff, Lt. Gen. Benny Gantz, der Meinung Drohungen gegenüber dem Widerstand in Gaza ausstoßen zu müssen. Desweiteren wurden „Informationen“ gestreut, wonach die Hamas und andere Widerstandsgruppen über Luftabwehr, Anti-Panzer-Waffen und Raketen, die Tel Aviv bedrohen, verfügen würden. Später am Tag schossen Palästinenser mindestens zwei Raketen aus dem Gaza-Streifen ab, die allerdings keinen Schaden anrichteten.
Unterdessen wurde bekannt, dass es Ende November zu Verhandlungen zwischen der Hamas und der PNA (Palestinian National Authority) kommen soll. Es ist nur konsequent, dass Kollaborateure und Islamisten, bei Feinde des palästinensischen Volkes, nun am einem Strang ziehen wollen. Sie sollten nur bedenken, dass ihre Herren in Israel den Verrat zwar lieben, aber nicht die Verräter und sie wohl nicht vor der Rache des Volkes schützen werden.
Kolumbien – Neuer Chef
Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens ( FARC) haben einen neuen militärischen Führer. Das siebenköpfige Sekretariat hat den 52-jährigen Timoleón Jiménez einstimmig zum Nachfolger des vor elf Tagen getöteten Alfonso Cano gewählt. In ihrer Mitteilung, die vom 5. November datiert und damit einen Tag nach dem Tod Canos verfasst wurde, erklärt die FARC, auch nach dem Tod ihres bisherigen Anführers „die Machtübernahme durch das Volk“ anzustreben.